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Deutsche Investitionen in China zeigen gespaltene Entwicklung


Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)
14.0.2026, Auszug
Deutsche Unternehmen investieren weiter in China. Sie finanzieren den Ausbau aber immer mehr aus eigenen Gewinnen vor Ort. Zugleich verkaufen andere Firmen Beteiligungen und ziehen Kapital ab.

Deutsche Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2026 rund 5,6 Mrd. Euro zusätzlich in China investiert. Das zeigt die IW-Auswertung auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank. Der Betrag lag rund ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum. Im längerfristigen Vergleich bewegt er sich jedoch im üblichen Rahmen: Der Durchschnitt der Halbjahreswerte von 2020 bis 2025 lag ebenfalls bei 5,6 Mrd. Euro. 

Hinter der stabilen Gesamtzahl steht eine gespaltene Entwicklung: Manche Firmen fahren ihr China-Geschäft zurück - das Umfeld ist schwieriger geworden, der Konkurrenzdruck enorm. Seit 2017 übersteigt der Wert der aufgelösten Beteiligungen den der neuen: Zwischen 2017 und 2024 investierten deutsche Firmen jährlich zwei Mrd. Euro in neue Beteiligungen und lösten zugleich bestehende im Wert von 3,6 Mrd. Euro auf. Unterm Strich flossen so 1,6 Mrd. Euro pro Jahr ab, 2025 ebenso viel. Ein ähnliches Bild zeigen die Direktinvestitionskredite: Seit 2023 holen sich die deutschen Mutterkonzerne Geld von ihren chinesischen Töchtern, 2025 waren es 2,7 Mrd. Euro.

Ein Großteil der Unternehmen hingegen setzt dagegen weiter auf den chinesischen Markt. Laut AHK Greater China wollen über 85% der deutschen Tochterfirmen ihr Engagement dort mindestens halten. Über die Hälfte will sogar mehr investieren. Die dafür nötigen Mittel kommen zunehmend aus dem China-Geschäft selbst. 2025 beliefen sich die reinvestierten Gewinne auf 7,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Zwischen 2017 und 2024 lag der Wert noch bei 5,4 Mrd. Euro.

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